Mit dem Bulli zum Polarkreis

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Mit dem Bulli zum Polarkreis

Nur noch wenige Tage bis zum Start unserer Polarkreistour. Die Fähre ist gebucht und der Umbau unseres Busses ist fast abgeschlossen. Wir starten am Donnerstag und steuern Frederikshaven im Norden Dänemarks  an. Hier wartet unsere Fähre die Stena Jutlandica darauf, uns nach Göteborg zu bringen.


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Mit dem Bulli zum Polarkreis

Nur noch wenige Tage bis zum Start unserer Polarkreistour. Die Fähre ist gebucht und der Umbau unseres Busses ist fast abgeschlossen. Wir starten am Donnerstag und steuern Frederikshaven im Norden Dänemarks  an. Hier wartet unsere Fähre die Stena Jutlandica darauf, uns nach Göteborg zu bringen.


Tag 1 - Abfahrt

28.Juni 2018 21:47

 Der Bulli ist gepackt und wir setzen uns jetzt in Bewegung.


29.Juni 2018 09:14

 

Nach ein paar Stunden Nachtfahrt, haben wir die erste Nacht im Bulli auf einem Rastplatz in Neumünster verbracht.

Gefrühstückt wird bei McDonald, dann wird der Bulli betankt und weiter geht es in Richtung Flensburg.

29.Juni 2018


Tag 2 - Weiterfahrt über die E 45 nach Frederikshaven (DK)

Über die Europastrasse erreichen wir Frederikshaven gegen 19:45, wir haben noch etwas Zeit, bis das die Fähre nach Göteborg ablegt.

um 00:15 Uhr ist es dann soweit, die Stena Jutlandica legt ab und erreicht den Hafen von Göteborg planmäßig um 03:15 Uhr

Freddy kurz vor dem Boarding  und Ankunft in Göteborg


30.Juni 2018

 

Tag 3 - Trollhättan (S)

Nach der ersten Übernachten in einem Waldstück bei Trollhättan, haben wir feststellen müssen, dass der Wasserkanister ausgelaufen ist, somit wurden 12 Liter Wasser im Stauraum des Bulli verteilt. Dank der warmen Sonne, war alles schnell getrocknet. Beim Frühstück hatten wir unsere erste Elchsichtung hier in Schweden, aber leider keine Kamera zur Hand. Durch das Fernglas konnten wir vom Frühstückstisch aus, eine Elchkuh mit ihrem Kalb beobachten.

Die erste Übernachtung in Trollhättan, die nassen Klamotten müssen vor der Weiterfahrt erst einmal trocknen 

 

Tag 3 - Sunne (S)

In Sunne planen wir unsere zweite Übernachtung auf einer Anhöhe, mit einem Ausblick auf dem See Fryken. Sunne ist ein Ort in der schwedischen Provinz Värmland.


01.Juli 2018

Tag 4 - Mora / Orsa (S)

Wir fahren weiter entlang der E45 nach Mora, in einem Waldstück bei Orsa, ca. 10 Kilometer von Mora entfernt, finden wir eine Bleibe für die Nacht. Mora ist eine Gemeinde in der historischen Provinz Dalarna. Auf dem Weg nach Orsa konnten wir ungewöhnlich nahe einen Polarfuchs mit Beute beobachten und fotografieren. 


02. Juli 2018

Tag 5 - Svenstavik

Auf dem Weg nach Svenstavik, erleiden wir unsere erste Panne, das linke Hinterrad hat auf einer endlosen Schotterstraße die komplette Luft verloren. Nach dem Radwechsel geht die Fahrt weiter. In Svenstavik übernachten wir heute auf dem Berg Hoverberg. Vom 548 meter hohen Berg, haben wir eine tolle Aussicht auf dem Storsjön. Im See soll, einer Sage nach, ein Ungeheuer leben, das Störsjöodjuret. 

Von einem Aussichtsturm aus, haben wir die Möglichkeit, nach dem Ungeheuer zu suchen, natürlich ohne Erfolg.


03. Juli 2018

Tag 6 - Östersund (S) und Fyras (S)

Östersund ist eine schöne Stadt in der Provinz Jämtland, die Stadt hat knapp 50.000 Einwohner und liegt ungefähr in der Mitte des Sees Storsjöhn. Bevor wir unseren zweiten unfreiwilligen Stopp mit unserem Bulli in dem knapp 80 Kilometer entfernten Fyras erleben müssen, lassen wir in Östersund unseren defekten Reifen reparieren. In Fyras auf dem Weg zu unserem Nachtquartier, setzt dann der Motor aus, schnell konnten wir die Ursache ermittelt und nach dem Austausch der Zündkontakte weiterfahren. Direkt am See Fyrsjön schlagen wir unser Lager auf. Heute wird zum ersten Mal auf unserer Reise gegrillt.


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04.Juli 2018

Tag 7 - Strömsund (S) und Storuman (S)

Auf der E45, 12 Kilometer hinter Strömung, haben wir heute Helmut aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis  kennengelernt. Helmut fährt mit seinem Trecker und Wohnanhänger in nördlicher Richtung, sein Ziel liegt kurz vor dem Polarkreis. Auf seiner Fahrt traf ihm das gleiche Schicksal wie uns, zwei Tage zuvor, einer seiner Reifen verlor Luft. Das Rad musste demontiert werden, dabei waren wir Helmut gerne behilflich, allerdings gestaltete sich die ganze Abwicklung und die Erneuerung des Schlauches zunächst etwas schwieriger als bei unserem Bulli, aber nach gut 3 Stunden konnte Helmut seine Fahrt fortsetzen. 

Wir sind noch bis Storuman in Schwedisch Lappland gefahren und haben hier zum ersten Mal auf unserer Tour, einen Campingplatz angesteuert. 


05. Juli 2018

Tag 8 wir haben den Polarkreis erreicht - Jokkmokk

Nach 2781 Kilometer haben wir den Polarkreis in Jokkmokk erreicht. Wir übernachten heute im "Artic Camp Jokkmokk".

Jokkmokk ist ein Ort in der nordschwedischen Provinz Norrbottens län und der historischen Provinz Lappland am nördlichen Polarkreis. Der Ort ist das Zentrum der samischen Kultur in Schweden, hier leben knapp 3000 Einwohner.


06. Juli 2018

Tag 9 - Weiterfahrt nach Rovaniemi (FIN)

Bevor wir unsere Tour fortsetzen, kehren wir zum "Artic Circle" zurück, um uns eine Urkunde über unsere Überquerung des Polarkreises ausstellen zu lassen. Im Souvenirladen lernen wir Måns kennen, Måns informierte uns über die Gegend um Jokkmokk, auch über Persönlichkeiten, die in der Gegend geboren wurden. Selbst bezeichnete sich Måns als eine Art Künstler dabei wirkte er auf uns angenehm durchgeknallt. Nachdem er uns die Urkunde ausgestellt hat, fuhren wir in nördlicher Richtung auf der E45 weiter. Uns fällt ein weiterer Souvenirladen auf, der sowohl von aussen, wie auch von innen eher an ein Museum erinnert. Der Inhaber Tjörn sprach ein perfektes Deutsch und erzählte uns, dass seine Mutter Deutsche sei, sein Vater Schwede und dass er zweisprachig in Schweden aufgewachsen ist. Ein guter Kumpel von ihm, würde in Wuppertal an der Uni studieren. Tjörn zeigte uns ein paar regionale Produkte und sprach über die Samen hier in Lappland, er selbst ist zu 25 % Same, aber er würde weder Rentiere züchten und auch sonst nicht die Traditionen der Samen ausleben.

Wir fahren noch 150 Kilometer bis nach Gällivare und verlassen dann die E45. Es wären von hier aus noch 712 Km bis zum Nordkapp, aber wir fahren über die E10 in östlicher Richtung nach Finnland. Um 21:28 erreichen wir die finnische Landesgrenze und um 00:10 Rovaniemi.

Rovaniemi ist die Hauptstadt der nordfinnischen Landschaft Lappland und liegt in direkter Nähe zum Polarkreis.

Rovaniemi ist gleichzeitig  Sitz der Kammer des Weihnachtsmannes, der im Weihnachtsmanndorf am Polarkreis sogar sein eigenes Postamt besitzt. Und genau hier, im "Santa Claus Holiday Village", werden wir zwei Nächte verbringen.


07. Juli 2018

Tag 10 - Rovaniemi (FIN)

Wir verbringen den ganzen Tag im Weihnachtsmanndorf und gönnen unserem Bulli eine Auszeit. Huskyfarm oder Rentiergehege, sind nur zwei der zahlreichen Möglichkeiten hier einen schönen und weihnachtlichen Tag -sogar im Hochsommer- zu erleben.


08. Juli 2018

Tag 11 - An die Ostküste Schwedens

Wir nehmen Abschied vom Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi und verlassen Finland zunächst über die E75 und anschliessend über die E4. Helmut hat uns vorgewarnt und uns empfohlen nicht über die E4 zu fahren. Er erzählte uns, dass die Strecke wenig reizvoll sei, dass können wir zumindest für den nördlichen Teil bestätigen, daher fahren wir einige Stunden nonstop in Richtung  Süden, um ein paar Kilometer zu machen. 

Wir fahren im ersten Abschnitt bis Nordmaling, dass liegt zwischen Umea und Ornskölding. Ungefähr 800 Kilometer haben wir hinter uns gelassen, bis wir uns einen Schlafplatz im Wald suchen.

 

Für einen Moment hätte man glauben können , dass wir ein wenig zu schnell unterwegs waren. Das Wetter hat aber in jedem Fall zum Straßenschild gepasst. Einen Ort namens Pisa haben wir in Finnland nicht vermutet.


09. Juli 2018

Tag 12 - Nationalpark Skuleskogen

Wir sind uns ziemlich sicher, dass der Kot, den wir unweit vom Bulli am Morgen entdeckt haben , von einem Bären stammen könnte. 

In dieser Gegend sind Bären nicht ungewöhnlich, aber einen zu Gesicht zu bekommen ist eher selten. 

Nach dem Frühstück machen wir uns auf dem Weg zum Nationalpark Skuleskogen, der von unserem Schlafplatz ca. 100 KM entfernt liegt. Hier fängt gleichzeitig wieder ein landschaftlich interessanter Teil an. Der  Nationalpark Skuleskogen hat eine Gesamtfläche von 2360 Hektar und liegt in einer bergigen, abwechslungsreichen Küstenregion an der schwedischen Ostküste südlich von Örnsköldsvik. Es gibt 3 Zugänge zum Park, den Nördlichen, den mittleren und einen südlichen Eingang. Wir entscheiden uns für den Mittleren. 

An Tieren lassen sich im Park mit etwas Glück und viel Geduld, Elche, Rehe, Luchse, Bären, Füchse, Dachse sowie einige seltene Vogelarten beobachten. Der Wald besteht größtenteils aus Fichten- sowie Kiefernwald.

Wir fahren abends noch ein paar Kilometer weiter, 15 Kilometer vor Söderhamn leuchtet die rote Ladekontrolllampe im Cockpit auf. Da wir davon ausgehen, dass die Batterie nicht mehr geladen wird, verlassen wir vorsorglich die E4 und suchen uns einen Übernachtungsplatz. Um die Störung wollen wir uns erst am nächsten Morgen kümmern.


10. Juli 2018

Tag 13 - Ein Tag in Söderhamn

Direkt nach dem Frühstück haben wir uns auf dem Weg nach Söderhamn gemacht, um eine Werkstatt ausfindig zu machen, wir vermuten dass der Lichtmaschinenregler defekt ist. Drei Werkstätten und 2 Schrottplätze weiter hatten wir mit unserer Ersatzteilsuche Erfolg.

Ein Schrottplatz mit angrenzender Werkstatt in Mo - ein kleiner Ort  nahe Söderhamn - hatte einen passenden Regler. 

Doch nachdem wir das Ersatzteil eingebaut haben, war das Problem immer noch nicht behoben. Auch der Einbau eines weiteren Reglers versprach keinen Erfolg. Der Monteur aus der Werkstatt hat nachdem er den Ladestrom durchgemessen hat festgestellt, dass die Lichtmaschine einen Defekt hat. Eine etwas aufwendiger Reparatur, die Lichtmaschine soll am nachten Tag vor Ort sein und am Mittag eingebaut werden.

Wir verbringen die Nacht auf dem Campingplatz "Moheds Camping", in der Hoffnung spätestens am nächsten Abend mit einem Tag Verspätung in Stockholm zu sein.

Moheds Camping


11.Juli 2018

Tag 14 - Söderhamn und Stockholm

Wie versprochen, war lag die neue Lichtmaschine für uns am nächsten Tag für den Einbau bereit. Nach ein paar Stunden war wir somit wieder auf der Straße in Richtung Stockholm unterwegs. Wir erreichen Stockholm am Abend und erkunden die Atlstadt von Stockholm, die "Gamla Stan".

Einen Schlafplatz finden wir etwas außerhalb von Stockholm, in einem Naturreservat.


12.Juli 2018

Tag 15 - Stockholm

Stockholm ist die größte Stadt und gleichzeitig die Hauptstadt Schwedens, wir haben durch unseren verlorenen Werkstattstadt nur einen Tag Zeit, die Hauptstadt zu erkunden,  zu wenig Zeit um alles besichtigen zu können, aber es reicht um einen Eindruck zu gewinnen.

Parken ist im übrigen recht teuer und es ist überhaupt schwierig einen Parkplatz oder Parkhaus zu finden. Wir nutzen ein Parkhaus in der Innenstadt und zahlen für die Dauer von 3:30 Stadt umgerechnet 32 Euro.

Nach einem Besuch der Innenstadt, des Wohnhauses von Astrid Lindgren und dem Königlichen Schloss, fahren wir abends weiter in Richtung Ölend, hier wollen wir den letzten Tag in Schweden verbringen.

Auf dem Weg zur Insel überschreiten wir die bisher 5000 gefahrenen Kilometer und erleiden gleichzeitig Reifenpanne 2 und 3.

15 Kilometer vor Kalmar übernachten wir notgedrungen in einem Kornfeld.

 


13. Juli 2018

Tag 16 - Bornholm auf Öland

Nach dem Frühstück haben wir uns um einen Abschleppdienst bemüht, der nach 15 Minuten vor Ort war und uns zum Reifenhändler in Kalmar gebracht hat. Erst bei der zweiten Werkstatt war unsere Reifengröße vorrätig. Mit einem neuen Reifen geht es jetzt auf die Insel Öland. Wir bleiben eine Nacht auf dem 4 Sterne Campingplatz "Kabel Uden Camping". Der Platz liegt in direkter Nähe zum Ort Bornholm.


14. Juli 2018

Tag 17 - über die Vogelfluglinie zurück nach Deutschland

Wir fahren in Richtung Malmö und anschließend über die Öresundbrücke nach Dänemark, die Überfahrt kostet 59 Euro pro PKW. Von Kopenhagen fahren wir weiter nach Rödby und nehmen die Fähre nach Puttgarden auf Fehmarn. Wir übernachten auf einem Feld in Großenbrode, nicht weit entfernt von Heiligenhafen. 

Beim Abendessen stoßen wir auf unsere großartige erlebnisreiche Tour durch Schweden an, die Dose Ravioli und die Flasche Asti Spumante könnten einen Hinweis auf unsere nächste geplante Tour 2019 geben.


15. Juli 2018

Tag 18 - der letzte Urlaubstag

Nach dem Frühstück fahren wir nach Heiligenhafen. Wir haben Glück, dass an diesem Wochenende ein Hafenfest stattfindet und sind plötzlich mittendrin in einem Straßenumzug. 

Am Nachmittag machen wir noch einen kurzen Stopp auf der A1 um das Endspiel der Fußball WM zu schauen. 

Noch 60 Kilometer lagen vor uns, als zwischen Unna und Holzwickede, auf der A1 bei Kilometer 330 dem hinteren rechten Rad die Luft ausging. Der ADAC war in 20 Minuten vor Ort und brachte uns, genau wie im Vorjahr mit unserem T3, nach Hause. Wir sagen DANKE an dem Pannendienst und an dem ADAC. Nach genau 6339 gefahrenen Strassenkilometern plus Fahrten auf Abschlepper und Fähren, erreichen wir um 22:08 Uhr unseren Heimathafen.